Casino-Glossar: Begriffe kurz erklärt
Von RTP über Hausvorteil bis Spielsperre: Fachbegriffe aus Casino und Glücksspielrecht, kurz erklärt und mit Rechtsbezug.

A
- All-inAll-in bedeutet, den gesamten verbliebenen Chipstack in einer Hand zu setzen.
B
- BlindBlinds sind erzwungene Einsätze im Poker, die zwei Spieler links vom Dealer vor dem Austeilen leisten, damit es immer etwas zu gewinnen gibt.
- Bonus BuyBei Bonus Buy kauft man gegen einen Aufpreis direkten Zutritt zur Bonusrunde eines Slots, statt auf das Auslösen zu warten.
- Bruttospielertrag (Schweiz)Schweizer Fachbegriff: Der Bruttospielertrag (BSE) ist die Differenz zwischen den Spieleinsätzen und den ausbezahlten Gewinnen einer Spielbank.
C
- CroupierDer Croupier leitet ein Tischspiel in der Spielbank, nimmt Einsätze entgegen, verteilt Karten oder wirft die Kugel und zahlt Gewinne aus.
D
- Demo-ModusDer Demo-Modus erlaubt, ein Casinospiel mit Spielgeld auszuprobieren, ohne einen echten Einsatz zu riskieren.
- Double DownDouble Down heißt beim Blackjack, den Einsatz zu verdoppeln und genau eine weitere Karte zu ziehen.
E
- ESBK (Schweiz)Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) beaufsichtigt die Schweizer Spielbanken und führt die Sperrliste für nicht bewilligte Online-Geldspiele.
- EinsatzlimitEin Einsatzlimit begrenzt, wie viel Geld ein Spieler innerhalb eines Zeitraums oder pro Spielrunde einsetzen darf.
- Einzahlungslimit (anbieterübergreifend)Das anbieterübergreifende Einzahlungslimit begrenzt in Deutschland die monatlichen Einzahlungen eines Spielers bei allen erlaubten Online-Anbietern zusammen, grundsätzlich auf 1.000 Euro.
- ErwartungswertDer Erwartungswert ist der durchschnittliche Gewinn oder Verlust pro Einsatz, wenn ein Spiel sehr oft wiederholt wird.
F
- FreispieleFreispiele sind Gratisrunden an einem Spielautomaten, die entweder als Bonus gewährt oder im Spiel selbst ausgelöst werden.
G
- GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder)Die GGL mit Sitz in Halle (Saale) ist die gemeinsame Aufsichtsbehörde der Länder für länderübergreifendes Glücksspiel in Deutschland.
- Geldspielgesetz, BGS (Schweiz)Das Bundesgesetz über Geldspiele regelt seit 1.1.2019 alle Geldspiele in der Schweiz, darunter Spielbanken, Lotterien und Sportwetten.
- Gespa (Schweiz)Die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) beaufsichtigt in der Schweiz Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele außerhalb der Spielbanken.
- Glücksspielgesetz (GSpG, Österreich)Das Glücksspielgesetz ist das österreichische Bundesgesetz, das das Glücksspiel regelt und dem Bund das Glücksspielmonopol vorbehält.
- Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021)Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 ist der Vertrag der Bundesländer, der seit dem 1. Juli 2021 das Glücksspiel in Deutschland einschließlich Online-Angebote regelt.
- Großspiele (Schweiz)Schweizer Begriff: Großspiele sind im Geldspielgesetz die Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele mit hohen Einsätzen oder Gewinnen, die einer Bewilligung bedürfen.
H
- HausvorteilDer Hausvorteil ist der Anteil jedes Einsatzes, den die Spielbank langfristig im Durchschnitt behält.
J
K
- KYC (Know Your Customer)KYC bezeichnet die Pflicht von Spielbanken und Online-Anbietern, ihre Kundschaft zu identifizieren und Herkunft und Zweck von Geldern zu prüfen.
- Kleinspiele (Schweiz)Kleinspiele sind Geldspiele mit begrenzten Einsätzen und Gewinnen, etwa kleine Lotterien, lokale Sportwetten und kleine Pokerturniere.
- Konzession A (Schweiz)Die Konzession A erlaubt einer Schweizer Spielbank das volle Spielangebot und gilt für die größeren Standorte.
- Konzession B (Schweiz)Die Konzession B berechtigt zu einem eingeschränkten Spielangebot und trifft auf elf Schweizer Spielbanken zu.
L
- LUGAS (Limitdatei)LUGAS steht im Alltag für die Limitdatei, in der das anbieterübergreifende monatliche Einzahlungslimit jedes Spielers gespeichert ist.
- Live-DealerEin Live-Dealer ist ein echter Croupier, der ein Casinospiel aus einem Studio per Videostream an Spielende überträgt.
M
- MartingaleDie Martingale ist ein Einsatzsystem, bei dem nach jedem Verlust der Einsatz verdoppelt wird, und sie ändert den negativen Erwartungswert nicht.
- MegawaysMegaways ist eine Slot-Mechanik, bei der die Anzahl der Symbole pro Walze bei jedem Dreh wechselt und damit die Gewinnwege variieren.
O
- OASIS (Spielersperrsystem)OASIS ist die zentrale, spielformübergreifende Sperrdatei für Glücksspiel in Deutschland; sie gilt für alle angeschlossenen Anbieter mit deutscher Erlaubnis.
P
- PaylineEine Payline ist eine festgelegte Linie über die Walzen, auf der übereinstimmende Symbole einen Gewinn ergeben.
- Progressive JackpotEin progressiver Jackpot wächst mit jedem Einsatz an, bis er ausgelöst und auf einen Startbetrag zurückgesetzt wird.
R
- RTP (Return to Player)Der RTP gibt in Prozent an, wie viel der Einsätze ein Spiel über sehr viele Runden theoretisch an die Spielenden zurückzahlt.
- RakeDer Rake ist die Gebühr, die ein Pokerraum für das Ausrichten von Cash-Games einbehält, meist als Prozentsatz des Pots.
- RealitätscheckEin Realitätscheck ist eine Einblendung im Online-Casino, die in festen Abständen die Spielzeit und den Saldo anzeigt.
- RiverDer River ist beim Texas Hold'em die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte, nach der die letzte Einsatzrunde folgt.
S
- ScatterEin Scatter ist ein Spezialsymbol auf Spielautomaten, das unabhängig von Gewinnlinien auszahlt oder Bonusfunktionen auslöst.
- SelbstlimitierungSelbstlimitierung heißt, sich vor dem Spielen freiwillig Grenzen für Zeit und Geld zu setzen und sie einzuhalten.
- SozialkonzeptDas Sozialkonzept ist der schriftliche Plan eines Glücksspielanbieters, wie er Spielsucht und Überschuldung verhindert und erkennt.
- Sperrliste, Netzsperre (Schweiz)Die Sperrliste verzeichnet Domains nicht bewilligter Online-Geldspiele, deren Zugang Schweizer Internetanbieter blockieren müssen.
- Sperrzeit (Spielhalle)Die Sperrzeit ist die tägliche Zeitspanne, in der eine Spielhalle geschlossen sein muss; sie beträgt nach dem Glücksspielstaatsvertrag mindestens drei Stunden.
- Spielbankenabgabe (Schweiz)In der Schweiz: die Spielbankenabgabe ist eine Bundesabgabe auf den Bruttospielertrag der Spielbanken; ihr Ertrag fließt in die AHV.
- SpielhalleEine Spielhalle ist ein gewerblicher Betrieb mit Geld- oder Warenspielgeräten; sie braucht eine Erlaubnis nach Gewerbeordnung und Glücksspielstaatsvertrag.
- SpielothekSpielothek ist ein Handelsname für die Spielhalle und kein eigener Rechtsbegriff; rechtlich gelten dieselben Regeln wie für jede Spielhalle.
- SpielsperreEine Spielsperre schließt eine Person von Glücksspielangeboten aus; sie kann freiwillig beantragt oder vom Anbieter verfügt werden. In Deutschland führt OASIS die Sperrdatei, in der Schweiz ein gemeinsames Sperrregister.
- Spielverordnung (SpielV)Die Spielverordnung regelt, wie Geld- und Warenspielgeräte aufgestellt werden dürfen und welche Grenzen für Einsatz, Gewinn und Verlust gelten.
- SplitBeim Blackjack bedeutet Split, ein Paar gleichwertiger Startkarten in zwei getrennte Hände zu teilen und für die zweite Hand einen zweiten Einsatz zu setzen.
U
- UmsatzbedingungenUmsatzbedingungen legen fest, wie oft ein Bonus oder ein Gewinn aus Freispielen gespielt werden muss, bevor er ausgezahlt werden darf.
V
- Virtuelle AutomatenspieleVirtuelle Automatenspiele sind im Internet angebotene Nachbildungen terrestrischer Automatenspiele, also Online-Slots, die in Deutschland eine Erlaubnis je Spiel brauchen.
- VolatilitätDie Volatilität beschreibt, wie stark die Ergebnisse eines Spiels um den theoretischen Mittelwert streuen: selten und hoch oder oft und klein.
W
- Whitelist (GGL)Die Whitelist der GGL ist die amtliche Liste aller Anbieter, die in Deutschland Online-Glücksspiel mit Erlaubnis anbieten dürfen.
Z
- Zufallsgenerator (RNG)Ein Zufallsgenerator erzeugt in Online-Spielen unvorhersehbare Zahlen, aus denen Karten, Walzenbilder und Würfelwerte abgeleitet werden.