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Glücksspiel in der Schweiz: Geldspielgesetz, ESBK und Spielsperre

21 konzessionierte Spielbanken, 10 Online-Casinos, eine Sperrliste mit rund 3.300 Domains und eine schweizweite Spielsperre.

21 Spielbanken10 legale Online-Angebote
Schweiz
Foto: Martin Abegglen from Bern, Switzerland, CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons

Spielbanken in Schweiz

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Glücksspiel in der Schweiz: Rechtsrahmen

Geldspiele sind in der Schweiz im Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz, BGS) geregelt, das seit dem 1. Januar 2019 gilt. Das Volk hat es mit fast 73 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Das BGS unterscheidet drei Kategorien: Kleinspiele, Großspiele und Spielbankenspiele. Für Casinospiele ist die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) zuständig; für Lotterien und Sportwetten gilt eine andere Behörde, die Gespa, mit eigener Sperrliste.

Spielbankenspiele wie Roulette, Black Jack und Spielautomaten dürfen nur Spielbanken mit Konzession anbieten. Im Ausland ansässige Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind nicht erlaubt; Werbung für nicht bewilligte Geldspiele verbietet das Gesetz (Art. 74 BGS). Als Überblick zum Alltag dienen die Seiten Spielbanken und Online-Casinos.

21 Spielbanken: A- und B-Konzession

Die Schweiz hat 21 konzessionierte Spielbanken: zehn mit A-Konzession und elf mit B-Konzession. Die Konzessionsperiode läuft von 2025 bis 2044; der Bundesrat hat die Konzessionen am 29.11.2023 erteilt (ESBK, Stand 1.10.2026).

KonzessionStandorte
A (10)Basel, Baden, Zürich, Winterthur, St. Gallen, Luzern, Bern, Prilly, Montreux, Lugano
B (11)Courrendlin, Neuenburg, Granges-Paccot, Interlaken, Pfäffikon, Bad Ragaz, Davos, Meyrin, Crans-Montana, Locarno, Mendrisio

Der Höchsteinsatz bei automatisierten Geldspielen in landbasierten Spielbanken beträgt 25 Franken pro Spiel (ESBK). Die Standortkantone der B-Spielbanken dürfen eine kantonale Abgabe erheben, außer auf den Online-Umsatz, höchstens 40 Prozent der Bundesabgabe. Der Bruttospielertrag aller Schweizer Spielbanken betrug 2025 insgesamt 878 Millionen Franken; online stieg er um 1,2 Prozent, landbasiert sank er um 3,9 Prozent (Bundesrat und ESBK, 19.6.2026).

10 Online-Casinos

Online-Spielbankenspiele dürfen nur Spielbanken anbieten, die eine Konzessionserweiterung erhalten haben. Aktuell sind es zehn Plattformen (ESBK, Stand 17.3.2026): jackpots.ch (Grand Casino Baden), mycasino.ch (Grand Casino Luzern), Swiss Casinos online (Casino Pfäffikon), casino777.ch (Casino Davos), starvegas.ch (Casino Interlaken), 7melons.ch (Grand Casino Kursaal Bern), pasino.ch (Casino du Lac Meyrin), swiss4win.ch (Casinò Lugano), admiral.ch (Casino Mendrisio) und casineo.ch (Casino Locarno). Das jüngste Angebot ging am 17.3.2026 online. Die Spielbanken selbst sind einzeln im Bereich Spielbanken erfasst; die Verzeichnisseite der Online-Angebote finden Sie unter Online-Casinos.

Sperrliste: nicht bewilligte Angebote

Die ESBK führt eine Sperrliste für Angebote ohne Bewilligung. Die Liste vom 25.8.2026 enthält rund 3.300 gesperrte Domains. Internetanbieter sind verpflichtet, den Zugang zu sperren (Art. 86 BGS). Spielende, die trotzdem ein gesperrtes Angebot nutzen, machen sich laut ESBK nicht strafbar, spielen aber auf eigenes Risiko: Solche Angebote sind nicht an das Schweizer Sperrregister angebunden, und Auszahlungsansprüche lassen sich kaum durchsetzen. Der Casino-Check gleicht Domains mit der ESBK-Liste ab.

Spielsperre

Die Spielsperre gilt in der Schweiz für alle Spielbankenspiele, landbasiert wie online, und für Online-Großspiele; seit dem 7.1.2025 gilt sie auch in Liechtenstein. Im Jahr 2025 kamen 16.429 neue Sperren ins Register (2024: 18.216); etwa 80 Prozent entfielen auf Online-Casinos. 8.021 Sperren, also rund 45 Prozent, waren freiwillig, und 49 Prozent der gesperrten Personen waren zwischen 18 und 30 Jahre alt (ESBK). Eine freiwillige Sperre lässt sich frühestens nach drei Monaten aufheben. Die ESBK hat nach eigenen Angaben keinen Zugriff auf das Register. Mehr dazu im Glossar unter Spielsperre.

Landbasiert und online im Vergleich

Die Schweiz hat mehr Spielbanken (21) als Online-Plattformen (10), aber der Online-Anteil wächst: 2025 stieg der Ertrag online um 1,2 Prozent, während er landbasiert um 3,9 Prozent zurückging (insgesamt 878 Millionen Franken). Auch beim Spielerschutz zeigt sich der Wandel: Rund 80 Prozent der neuen Sperren entfielen 2025 auf Online-Casinos. Die Zahl sagt nichts über einzelne Anbieter aus.

Die Regeln unterscheiden sich nach Kanal. Landbasierte Spielbanken begrenzen automatisierte Geldspiele auf 25 Franken pro Spiel, nehmen den Ausweis am Eingang entgegen und prüfen die Sperre. Online erfolgt die Prüfung bei der Registrierung und bei jeder Anmeldung. Für beide Kanäle gilt dieselbe schweizweite Sperre.

Was das Verzeichnis zur Schweiz enthält

Die Schweizer Spielbanken stehen mit Ort, Betreiber und Kanton im Bereich Spielbanken. Die Zahlen auf dieser Seite stammen von ESBK, Bundesrat und Fedlex mit dem jeweils genannten Stand. Wo ein Wert nicht belegt ist, fehlt er. Methodik und Quellenliste stehen unter Quellen und Methodik.

Einordnung für Spielende

Wer in der Schweiz spielt, hat zwei sichere Wege: die 21 konzessionierten Spielbanken vor Ort oder die zehn ESBK-konzessionierten Online-Plattformen. Beide sind an die schweizweite Spielsperre angebunden und unterliegen der ESBK. Wer ein Angebot nutzt, das nicht auf diesen Listen steht, verzichtet auf diesen Schutz. Die Einsatzhöhe lässt sich in jedem Fall selbst begrenzen: Viele Plattformen bieten Limits und Pausen an, die vor dem Spielen festgelegt werden sollten.

Bund, Kantone und Aufsicht

Die Aufteilung der Zuständigkeiten folgt den Spielarten. Für Spielbankenspiele ist der Bund über die ESBK zuständig, für Lotterien und Sportwetten die interkantonale Aufsicht Gespa. Die Standortkantone der Spielbanken sind an der Abgabe beteiligt. Wer eine Beschwerde zu einem Casinospiel hat, wendet sich an die ESBK; bei Lotterien und Sportwetten ist die Gespa die Adresse.

Hilfe in der Schweiz

Die Beratungsstelle SOS Spielsucht ist unter der Telefonnummer 0800 040 080 erreichbar, kostenlos und anonym. Weitere Angaben zu Warnzeichen und Angehörigen stehen im Bereich Spielerschutz.

Gewinne und Spielsperre. Wer einmal gesperrt ist, kann in keiner konzessionierten Schweizer Spielbank mehr spielen, bis die Sperre aufgehoben wird. Die Sperre schützt vor impulsiven Entscheidungen und lässt sich bei jeder Spielbank beantragen.

Häufige Fragen

Welche Online-Casinos sind in der Schweiz erlaubt?

Zehn Plattformen von Spielbanken mit Konzessionserweiterung (ESBK, Stand 17.3.2026). Anbieter ohne Schweizer Bewilligung stehen auf der Sperrliste der ESBK.

Wie viele Spielbanken gibt es in der Schweiz?

21 konzessionierte Spielbanken, zehn mit A- und elf mit B-Konzession. Die Konzessionsperiode läuft von 2025 bis 2044.

Mache ich mich strafbar, wenn ich bei einem gesperrten Anbieter spiele?

Laut ESBK machen sich Spielende nicht strafbar, sie spielen aber auf eigenes Risiko. Es fehlen Spielerschutz und Anbindung an das Sperrregister, und Auszahlungsansprüche lassen sich schwer durchsetzen.

Wie funktioniert die Spielsperre?

Die Sperre gilt schweizweit für Spielbankenspiele, landbasiert und online, und seit 7.1.2025 auch in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich frühestens nach drei Monaten aufheben.

Wo finde ich Hilfe bei Spielproblemen?

Bei SOS Spielsucht unter 0800 040 080, kostenlos und anonym.

Quellen
  1. ESBK: Eidgenössische Spielbankenkommission
  2. Geldspielgesetz BGS (Fedlex)
  3. Gespa: Interkantonale Geldspielaufsicht
  4. SOS Spielsucht